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Die Deutsche Wildtier Stiftung setzt sich für eine Zukunft des Rotwildes ein, bei der Hirsche mehr sind als Waldschädling oder Jagdbeute. Neben politischem Engagement, konkreten Projekten und den Rotwildsymposien veröffentlicht die Deutsche Wildtier Stiftung  Positionspapiere und Broschüren, damit sich der Umgang mit unserem größten heimischen Säugetier verbessert. Auf dieser Seite finden Sie die Position der Deutschen Wildtier Stiftung u.a. zum Thema Hegegemeinschaften, zum Thema Wald und Wild oder zur Jagd auf das Rotwild.
Eine Sammlung aller Publikationen der Deutschen Wildtier Stiftung zum Rothirsch finden Sie hier.

Baden-Badener Erklärung zum Umgang mit Huftieren in Großschutzgebieten (2016)

Selbst in unseren Großschutzgebieten werden große Pflanzenfresser, wenn überhaupt, nur geduldet und nicht als Bestandteil des zu schützenden Ökosystems und der ökologischen Prozesse wahrgenommen. Als Gegenstück zu der forstwirtschaftlichen Sichtweise auf Rotwild & Co. hat die Deutsche Wildtier Stiftung im Frühjahr 2016 eine Literaturstudie zu den ökologischen Zusammenhängen zwischen Huftieren und ihrer Umwelt in Auftrag gegeben. Die zusammengetragene Literatur zeigt sehr deutlich: Huftiere erfüllen in ihrem Lebensraum einen wichtigen ökologischen Zweck und sind der Schlüssel für eine ganze Reihe ökologischer Prozesse. Als Konsequenz aus dem Wissen um die ökologischen Funktionen der Huftiere muss der Umgang mit ihnen vor allem dort neu bewertet werden, wo ein ernstgenommener Prozessschutz alle anderen Ziele und menschlichen Eingriffe von vornherein ausschließt. In ihrer Baden-Badener Erklärung, die die Deutsche Wildtier Stiftung aus Anlass ihres 8. Rotwildsymposiums formuliert hat, fordert sie einen vollständigen Jagdverzicht auf Prozessschutzflächen. Darüber hinaus sollten zukünftig alle Großschutzgebiete eine Vorreiterrolle beim Umgang mit wildlebenden Huftieren einnehmen.

Das “Ostsee-Papier” zum ethischen Umgang mit unseren großen Wildtieren in Politik und Jagd (2014)

Große Wildtiere werden bei uns nicht mit gleichem Maß gemessen: Während sich Wolf und Biber überall im Land ansiedeln dürfen, ist vor allem in den südlichen Bundesländern die Ausbreitung des Rotwildes gesetzlich verboten. Und während der Abschuss von Schalenwild mit der Sicherung artenreicher Baumverjüngung begründet wird, steht die Jagd auf häufige Beutegreifer als Beitrag zum Artenschutz in der Kritik. Bei den jagdpraktischen Aspekten des Tier- und Artenschutzes stehen der Elterntierschutz, das Ermöglichen natürlicher Verhaltensweisen wie z.B. Rudelbildung oder das Nachsuchenwesen im Zentrum der Jagdethik. Als Ergebnisschrift ihres 7. Rotwildsymposiums formulierte die Deutsche Wildtier Stiftung das „Ostsee-Papier“ mit Empfehlungen an die Jagd und Forderungen an den Gesetzgeber.

Forderungen und Empfehlungen zu Hegegemeinschaften (2013)

Cover Hegegemeinschaften

Aus Sicht der Deutschen Wildtier Stiftung müssen sich Hegegemeinschaften von „Abschussgemeinschaften“ zu „Wildschutz- und -nutzgemeinschaften“ weiter entwickeln. Aus den Vorträgen und Diskussionen anlässlich des 6. Rotwildsymposiums hat die Stiftung daher einen Forderungs- und Empfehlungskatalog zur Weiterentwicklung von Hegegemeinschaften entwickelt.

In der Broschüre „Hegegemeinschaften in Deutschland“ hat die Deutsche Wildtier Stiftung im Jahr 2012 die Geschichte der Hegegemeinschaften, den rechtlichen Rahmen in den Ländern und Positionen unterschiedlicher Akteure zu den Hegegemeinschaften herausgegeben.

Sie können die Broschüre „Hegegemeinschaften in Deutschland“ kostenlos bestellen per Mail an rothirsch@DeWiSt.de oder unter Tel 040 9707869-0.

Münchener Erklärung für Wald und Wild (2010)

Aus Sicht der Deutschen Wildtier Stiftung ist der so genannte Wald-Wild Konflikt kein Konflikt zwischen Wald und Wild, sondern zwischen den Menschen mit ihren unterschiedlichen Nutzungsinteressen. Den Konflikt zu lösen ist nicht allein Aufgabe der Jagd, sondern eine gemeinsame Verantwortung von Grundeigentümern, den Land- und Forstwirten, den die Landschaft für Freizeitaktivitäten nutzenden Menschen und den Naturschützern.

Um den Konflikt zwischen dem Lebensraum- und Nahrungsbedarf der Wildtiere und dem Nutzungsinteresse des Menschen in unserer Landschaft zu lösen, müssen sich politische Rahmenbedingungen und die Praxis der Landnutzung ändern. Mit der Münchener Erklärung für Wald und Wild hat die Deutsche Wildtier Stiftung auf ihrem 5. Rotwildsymposium (2010) Forderungen und Empfehlungen an Politik und Landnutzer formuliert.

Eine faire Sichtweise auf das Schalenwild (2010)

Cover Wild im WaldDie Deutsche Wildtier Stiftung setzt sich für eine faire Sichtweise auf Schalenwild in unseren Wäldern ein. Dazu gehört auch, die ökologische Rolle von Schalenwild im Ökosystem zu akzeptieren. Der Rothirsch verbreitet zum Beispiel Pflanzensamen in seinem Fell und im Kot über viele Kilometer. Darüber hinaus werden einige Bereiche in den Wäldern durch die Fraßeinwirkungen der großen Wildtiere offen gehalten. Davon profitieren seltene, Licht-liebende Pflanzenarten.

Die Deutsche Wildtier Stiftung hat gemeinsam mit dem renommierten Fachbuchautor Burkhard Stöcker die Broschüre „Wild im Wald“ entwickelt. Den viel zitierten ökonomischen Auswirkungen des Schalenwildes auf seinen Lebensraum werden darin seine ökologischen Wirkungen entgegen gestellt. Dabei wird keine Lanze für überhöhte Wilddichten gebrochen! Es soll aber eine Sichtweise auf Rothirsch & Co. eröffnet werden, die über Schälprozente und Geweihgewichte hinweg reicht und unseren heimischen Wildtieren zu einem besseren Ruf verhilft.

Sie können die Broschüre „Wild im Wald“ kostenlos bestellen per Mail an rothirsch@DeWiSt.de oder unter Tel. 040 9707869-0.

Kürzere Jagdzeiten, Nachtjagdverbot und Wildruhezonen für den Rothirsch! (2008)

Cover Rothirsch im VisierUm den Ansprüchen des sensiblen Rotwildes besser gerecht zu werden, müssen Jäger und Jagdpolitik mit Blick auf die Bejagung neue Wege gehen. Zum Hubertustag 2007 hat die Deutsche Wildtier Stiftung mit Blick auf die Rotwildjagd drei Forderungen aufgestellt: Die Jagdzeit auf Rotwild verkürzen! Das Nachtjagdverbot einhalten! Wildruhezonen einrichten!

In der Broschüre „Der Rothirsch im Visier – Forderungen an die Jagd“ präsentiert die Deutsche Wildtier Stiftung ihre Vorstellungen von einem geänderten jagdlichen Umgang mit Rotwild in Deutschland.

 

Ein Leitbild für den Umgang mit dem Rothirsch in Deutschland (2006)

Cover Leitbild RotwildDie Deutsche Wildtier Stiftung setzt sich dafür ein, einen Ausgleich zwischen den verschiedenen menschlichen Interessen zu suchen, der auch dem Rotwild gerecht wird. Vor diesem Hintergrund veröffentlichte die Deutsche Wildtier Stiftung zum Hubertustag 2006 das „Leitbild Rotwild – Wege für ein fortschrittliches Managment“. Mit dem Leitbild Rotwild zeigt die Deutsche Wildtier Stiftung gemeinsam mit den Autoren  Ulrich Wotschikowsky, Olaf Simon, Kai Elmauer und Prof. Dr. Dr. Sven Herzog, wie die Zukunft unseres größten heimischen Wildtieres aussehen könnte.

 

Das Leitbild – die Vision

Leitbild ist eine frei lebende, vitale Rotwildpopulation, die alle geeigneten Lebensräume Deutschlands besiedelt, ihren Lebensraum selbst wählt und ihren Lebensrhythmus eigenständig bestimmt.

Revierübergreifendes Management sorgt für einen Ausgleich zwischen den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Interessen des Menschen einerseits und den Ansprüchen des Rotwildes andererseits.

Sie können das im Jahr 2010 neu aufgelegte „Leitbild Rotwild“ kostenlos bestellen per Mail an rothirsch@DeWiSt.de oder unter Tel 040 9707869-0.